Make or buy – Betrachtung eines Lernplattform Anbieters

Lerninhalte selbst erstellen oder extern erstellen lassen?

Make or buy Entscheidungen wie diese werden in oder vor vielen e-Learning Projekten getroffen.  In den Anfängen dieses Jahrtausends wurde die Make or buy Frage auch an die internen IT-Abteilungen einiger Großunternehmen gestellt, ob man eine Lernplattform nicht selbst erstellen sollte. Diese konkreten Fragen, vor denen Sie als Anwender und Projektverantwortlicher stehen, sollen hier allerdings nicht abgewogen werden. Vielmehr geht es hier um die Make or buy Entscheidungen, vor denen wir als Hersteller und Anbieter der Lernplattform learning architects stehen.

Im Laufe der vergangenen 13 Jahre haben wir in unsere Lernplattform verschiedene Werkzeuge/Module zur Kommunikation eingebunden:

  • Chats
  • Instant Messenger
  • Email-Clients
  • Foren
  • Virtual Classrooms
  • Dokumentenpools
  • Wikis
  • Blogs

In den ersten Versionen der Lernplattform wurden die meisten der oben genannten Module von unseren Entwicklern selbst erstellt. Lediglich bei den Virtual Classrooms und bei den Chats wurde schon frühzeitig auf externe Software zurückgegriffen, die in das LMS eingebunden wurde. Mit dem wachsenden Einsatz der Module stiegen auch die Ansprüche. Funktionen und Usabilityverbesserungen, die beispielsweise bei großen Forensystemen Standard waren, sollten sich auch in den Foren der Lernplattform wiederfinden.

Gerade Foren, Blogs und Wikis sind inzwischen etabliert im Internet und es gibt Softwareanbieter, die sich seit 15 Jahren auf diese spezielle Software spezialisiert haben, ebenso wie wir uns auf Lernplattformen und die Abbildung von Bildungsprozessen fokussiert haben. Von daher lag es nahe, anstelle einer komplette Neu-Entwicklung eines Forensystems den Markt für solche Systeme einmal zu analysieren und die Anbindung zu prüfen.

Schnittstellen zur Lernplattform

Dank der flexiblen Schnittstellen zur Lernplattform können diese Drittsysteme nun einfach und nahtlos angebunden werden. Dabei wird das Drittsystem von unseren Entwicklern auf seinen jeweligen Anwendungszweck reduziert, so dass der Eindruck von „zu vielen unterschiedlichen Systemen“ vermieden wird. Dies gilt sowohl für die Lerner als auch für die administrativ tätigen Mitarbeiter.

Wenn in Ihrem Projekt z.B. ein Wiki gewünscht ist, setzen wir zusätzlich zur Lernplattform auch ein MediaWiki auf. Die Schnittstellen sind bereits vorhanden und erprobt, die Software wird laufend weiterentwickelt und gepflegt und bietet mehr Möglichkeiten, als in den meisten Projekten gewünscht wird. Die Benutzer der Lernplattform merken den Wechsel von einem System zum anderen nicht, da wir bei den Schnittstellen zur Lernplattform einen Single-Sign-On implementiert haben. Die Authentifizierung von der Lernplattform wird auch für das Forum / Wiki / den Blog etc. verwendet, so dass eine separate Adminstration bzgl. Nutzern und Berechtigungen nicht notwendig ist. Die verschiedenen Sessions der Nutzer werden vom LMS abgeglichen und aktualisiert.

Vorteile für unsere Kunden

  • Regelmäßige Updates werden bereit gestellt
  • Single-Sign-On zwischen den Systemen – Kein zusätzliches Log-In
  • Anpassung an das CI Ihres LMS – Kein Unterschied zwischen den Systemen sichtbar
  • Rechtehandling über die Lernplattform – Keine Einarbeitung in neue Administrationsoberfläche notwendig

Diese Argumente haben uns in unserer Make or buy Entscheidung bestätigt – An den Stellen, wo wir auf etablierte Drittsysteme setzen können und diese unseren Ansprüchen für modernes Learning genügen, binden wir diese Systeme ein. Die Gestaltung von Bildungsprozessen über die Lernplattform als unsere Kernkompetenz wird allerdings immer komplett inhouse bleiben.

 

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